Roberto Santamaria

Roberto Santamaria

Meinl Percussion Meinl Sonic Energy

Wo Roberto Santamaria aufwuchs, liegt Musik in der Luft: Hier, in der kleinen Seitenstraße „Anton Recio“ von Jesús Maria, ein Stadtviertel von Alt-Havanna, ist die Rumba zuhause. Hier tanzten Celia Cruz und Enrique Jorring, der Erfinder des Cha Cha. Hier lebte sein berühmter Onkel Mongo Santamaria, der in die USA auswanderte, wo er Percussion in den nordamerikanischen Jazz einführte. Für Roberto zeitlebens Vorbild und Vermächtnis.  
Nach der Schule packt Roberto seine Trommel auf den Rücken und marschiert zu den besten Conga-Spielern Havannas. Für ein paar Pesos führen sie ihn in die Geheimnisse der afrokubanischen Rhythmen ein: Changuito und Oscar Valdes, Trommler in der legendären afrokubanischen Rockband Irakere von Chucho Valdes. Doch sein bevorzugter Lehrer wird immer „tio Mongo“ bleiben, der sich mit „Afro Blue“ als Vater des Latin Jazz verewigte. 
In einem Land, in dem jeder Dritte ein Musiker ist, muss man mehr können. Roberto trommelt, singt und avanciert zum Entertainer. Sein Improvisationstalent an den Congas wie am Mikrophon begeistert. Drei Jahre tritt er in arabischen Staaten auf. Es folgen Radio- und Fernsehauftritte in Kuba. Und er wird zur Adresse für Percussionschüler aus aller Welt. Seine Kurse sind ein feiner Mix aus Spaß und Strenge – er ist ein Storyteller der Vielfalt afrokubanischer Rhythmen und kennt keine Gnade, wenn es um die Clave geht.
Mit seiner eigenen Band eröffnet er 2010 in Havanna das Festival der kubanischen Volksmusik. Mit einem Tribute-Programm „A la Mongo“ wird er zum Stammgast im Jazz Cafe am Malecon. Seit 2012 lebt Roberto Santamaria in Deutschland. Mit den besten Latin Jazzern der Szene, darunter Hector Martignon und Joe Gallardo, die als junge Talente in Mongos Band anheuerten, und dem Trompeter Michael Mossman nimmt er die CD „Fiesta al Jazz“ auf - und begeistert in den Jazzclubs wie auf Festivals das deutsche Jazz-Publikum. In einem Projekt mit Dizzy Krisch am Vibraphon erweckt er Latin Jazz Hits von Cal Tjader und Mario Bauza zu neuem Leben. In vielen Bands, so etwa bei den Stuttgarter Salonikern, bringt er den Sabor Cubano ein.

Auf einen Blick:
Herkunft:
Kuba